Kontroliertes Trinken unmöglich
MÜNCHEN ? Alkoholiker verfallen auch nach einem erfolgreichen Entzug schnell wieder der Sucht - ein maßvolles Trinken, wie es in manchen Ländern versucht wird, kommt bei den meisten nicht in Frage.
Alkoholabhängigkeit scheint die Betroffenen ein Leben lang zu begleiten. Die meisten Alkoholiker schaffen es nach einem Entzug nicht, wohldosiert zu trinken. Da helfe nur völlige Abstinenz, so die Autoren einer Studie in der Zeitschrift Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie (2007, 57:32-38).
In Deutschland gilt die vollständige Abkehr von alkoholischen Getränken als oberstes Gebot. Auch Selbsthilfegruppen plädieren für die "komplette Trockenheit". In einigen anderen Ländern versucht man hingegen, Alkoholikern kontrolliertes Trinken beizubringen. Ob und für welche Patienten dies als Option geeignet ist - darüber besteht von wissenschaftlicher Seite weitgehend Unklarheit.
Die Arbeitsgruppe um Miriam Bottlender von der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik der LMU München prüfte die Frage in einer Studien mit über 100 Alkoholkranken. Sechs, zwölf, 24 und 36 Monate nach der Entwöhnungstherapie wurden die Teilnehmer untersucht. Als "abstinent" galten Patienten, bei denen es weder einen subjektiven Bericht noch einen objektiven Hinweis für Alkoholkonsum gab. Als "gebessert" wurden Patienten eingestuft, die nicht mehr als drei Trinkperioden von unter einer Woche oder regelmäßigen Konsum von weniger als 30 Gramm (Frauen) bzw. 60 Gramm (Männer) Alkohol täglich aufwiesen und bei denen sich keine Anzeichen für übermäßiges Trinken fanden. Alle anderen galten als rückfällig.
Knapp die Hälfte der Patienten blieb drei Jahre lang abstinent, zwölf galten als gebessert, aber kein einziger konnte maßvoll zur Flasche greifen. Nur vier Teilnehmer wiesen über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren ein Trinkverhalten auf, das wohldosiertem Genuss am nächsten kam.
Bei Alkoholabhängigen komme kontrollierter Konsum nur als Randphänomen vor und könne nicht empfohlen werden, folgern daraus die Autoren der Studie.
Quelle: www.medical-tribune.de
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